Reichsadlerarchiv

Der Ursprung des Reichsadlers

Der Adler als Wappentier wird in vielen Nationen geführt. Ob in Ägypten, Deutschland, Mexico, Österreich, Polen, Rumänien, USA und anderen. Der Begriff Reichsadler ist jedoch auf wenige Nationen begrenzt.
Wenn wir Heute vom Reichsadler reden, wird dieser fast ausschließlich mit dem III. Reich in Verbindung gebracht. Tatsache ist, dass der Begriff Reichsadler älter als 2000 Jahre ist und in verschiedenen Ländern verwendet wurde.


Obwohl in anderen Kulturen ebenfalls Vögel oder Flugwesen mit ausgebreitete Schwingen verehrt wurden, handelte es sich dabei meisten um die Sonnenscheibe, den Falke (Ägypten "Horus") oder um Fabeltiere (z.B Persien).



Das Imperium Romanum

Wenn wir vom Römischen Reich sprechen, wird die Zeit von 2.Jahrhundert v.C bis zum 5.Jahrhundert n.C gemeint. Hier wird auch zum erste Mal vom sogenannten Reichsadler gesprochen.

Der "stolze Vogel des Jupiters" wie er oben dargestellte Reichsadler ist, stellt wohl die erste Form des Reichsadlers dar. Charakteristisch trägt er in seinen Klauen den Ehrenkranz.

Der Reichsadler wurde zum Feldzeichen der Römischen Legionen und beherrschte die damals bekannte Welt.
Der Oliven- oder Lorbeerkranz den der Adler in den Krallen trägt, war ursprünglich die Ehrung für die Sieger der griechischen Festpiele. Die Römer übernahmen diese Ehrung für Ihre siegreichen Feldherren und Kaiser.




Die Römer trugen das Zeichen des Adlers auf Ihrer Legionsstandarte. Es handelte sich um einen dreiteiligen Adler aus Metall der aus dem Rumpf und den beiden Flügeln bestand.
Der Adler war das wichtigste Teil der Legionsstandarte und damit der gesammten Legion. War der Adler gefallen, war die Legion geschlagen. Als im Jahr 9 n.Chr. in der Schlacht im Teuteburger Wald die beste Armee der damaligen Welt besiegt wurden, gingen auch ihre Standarten mit den Legionsadler verloren.
In der auch als Varusschlacht bekannten Schlacht wurden drei römische Legion vernichtet. Es handelte sich um die XVII, XVIII,und XIX Legion.

Legionen die Ihr Feldzeichen und damit Ihre Ehre verloren hatten wurden nie mehr aufgestellt.

Sechs Jahre Später wurde der Römische Feldherr Julius Caesar Germanicus mit der Suche der Überresten der verlorenen Legionen und Ihren verlorenen Feldzeichen beauftragt. Mit Hilfe von acht Legionen konnte er zwei der verlorenen Adler wieder zurück nach Rom bringen.




Mit Kaiser Konstantin kommt das Christentum

Im Jahre 312 kommt es bei der Milvischen Brücke, vor den Toren Roms zur Schlacht zwischen Konstantin und seinem Wiedersacher Maxentius. Konstantin soll aufgrund eines Traumes vor der Schlacht das XP (Symbol Christi) auf den Schildern seiner Legionäre angebracht haben. Mit Konstantin dem Grossen beginnt das Ende der Römischen Göttern und das Christentum wird Staatsreligion. Ferner wird ein neues Rom im Osten erschaffen, das nach seinem Erbauer Konstantinopel genannt wird.

Obwohl der Reichsadler seit dem Sieg Konstantins gegenüber dem Symbol Christi etwas in den Hintergrund tritt bleibt der Reichsadler weiterhin das Hoheitszeichen Roms!

Bis zu seinem Untergang im 5.Jahrhundern bleibt der Reichsadler als Hoheitszeichen des weströmischen Reiches erhalten.